Das Küstenland der Levante ist Teil des „Fruchtbaren Halbmonds“ nördlich der Syrischen Wüste. Schon früh entwickelten sich hier Stadtkulturen; an den Kreuzwegen zwischen Europa, Afrika und Asien wuchs der Region eine Brückenfunktion zwischen den Großmächten des Altertums zu.
Die erste Alphabetschrift wurde in Ugarit erfunden; von ihren levantinischen Handelsstädten aus gründeten die Phönizier Kolonien bis an die Küsten des Atlantik. Felsreliefs, Tempel und Theater erzählen von der Herrschaft der Hethiter, Griechen und Römer. In Antiochia predigten die Apostel Petrus und Paulus, hier nannten sich die Jünger Jesu zum ersten Mal „Christen“. Zahllos sind die Zeugnisse der frühchristlich-byzantinischen Epoche in Syriens Norden. Wenig christlich ging es bei den Eroberungszügen der Kreuzfahrer zu; gewaltige Burgen waren die Machtzentren ihrer Ritterorden. Moscheen und Medresen, von Kalifen und Sultanen erbaut, prägen bis heute das Bild der orientalischen Altstädte.
- Eintrittsgelder etwa 60 €.
- Am 7. und 13. Reisetag Bus- und Reiseleiterwechsel an der türkisch-syrischen Grenze.
- Reiserücktrittskosten-Versicherung empfohlen.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Adana, 2 Ü in der Altstadt.
- 2. Tag
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Adana
Rundgang durch die Altstadt: römische Brücke über den Seyhan, Eski Cami, Kleine und Ramazanoğlu-Moschee, Uhrturm, Ulu Cami mit Arkadenhof, Medrese, Mausoleum und Koranleseschule in syrischem Stil mit seldschukischen Ornamenten und osmanischen Fayencen. Im Kontrast dazu die neu erbaute größte Moschee der Türkei, die prächtige Sabancı Merkez Camii. Besuch des Archäologischen Museums; Bummel durch den gedeckten Basar.
- 3. Tag
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Yılanlıkale, Anavarza, Kozan
Aufstieg auf die armenisch-fränkische Festungsruine Yılanlıkale, die „Schlangenburg“. Im kleinen Museum von Anavarza schöne Mosaike; in den Fels gehauene Stufen führen auf den Burgberg mit römischen und frühbyzantinischen Ruinen; Blick bis zu den Taurusbergen. Kozan/Sision war im 3. Jh. n. Chr. Sitz eines armenischen Katholikats; Besichtigung der Mameluken-Moschee, Aufstieg auf die malerische Festung. 1 Ü in Kozan.
- 4. Tag
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Karatepe, Kastabala, Issos
In Karatepe, Sommerresidenz eines spät-hetithischen Kleinkönigs, Stadttore mit Reliefschmuck, Skulpturen von König und Wettergott, menschenköpfige geflügelte Löwen, Reliefs von Musikern, Jägern, Bootsfahrern. Hier fand sich der Schlüssel zur Entzifferung des Hethitischen: eine zweisprachige Inschrift in phönizischer Schrift und hethitischen Hieroglyphen. Streifzug durch die Ruinen des Priesterfürstentums von Hierapolis Kastabala; Auffahrt zur Armenierburg Toprakkale. Auf dem Weg nach Antakya Halt am Aquädukt von Issos; hier bezwang Alexander d. Gr. den persischen Großkönig Darius. 3 Ü in Antakya.
- 5. Tag
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Antakya, Petrusgrotte, Altstadt
Antakya, die Seleukidenstadt Antiochia am Orontes, war eine der reichsten Handels-Metropolen der hellenistisch-römischen Welt; später wurde sie von Byzantinern, Arabern, Seldschuken, Kreuzfahrern, Osmanen umkämpft. Besuch der Petrusgrotte, die als Versammlungsort der ersten Christen gilt; Charon-Relief am Felshang. In Antakya leben muslimische Sunniten und Aleviten, Christen und Juden friedlich zusammen. Rundgang durch die osmanische Altstadt, Streifzug durch den „Langen Basar“; in den Gassen wird Arabisch gesprochen. Boulevard-Bummel auf der anderen Seite des Flusses.
- 6. Tag
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Mosaikenmuseum, Seleukia Pieria, Daphne-Hain
Im Archäologischen Museum zweitgrößte Sammlung römischer Mosaiken weltweit: Boden- und Wandmosaiken mit mythischen Szenen, Göttern und Tieren aus Antiochia, Daphne und Seleukia. Von Seleukia Pieria am Mittelmeer aus begann Paulus die 1. Missionsreise; ein Zeugnis römischer Ingenieurskunst ist die durch Felsen geschlagene Kanal-Tunnelanlage gegen die Hafenversandung. Teetrinken im schattigen Hain der Daphne mit Lorbeerbäumen, Eichen und Zypressen an zahlreichen Wasserquellen; hier soll Kleopatra geheiratet haben.
- 7. Tag
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Saladinsburg, Ugarit/ Ras Schamra, Latakia
Fahrt über die Grenze nach Syrien. Die von Sultan Saladin eroberte Kreuzritterfestung thront auf einem Bergrücken, von tiefen Schluchten und einem Graben umgeben. Bis ins 7. Jtd. v. Chr. reicht die Siedlungsgeschichte von Ugarit, bronzezeitliches Handels- und Kulturzentrum: Ruinen der Palastanlage, Wohnhäuser, Bibliotheken aus dem 3. und 2. Jtd .v. Chr. Spektakulär der Fund eines riesigen Tontafelarchivs mit dem ältesten in Keilschrift geschriebenen Alphabet. Mediterranes Flair vermittelt Latakia, Syriens größte Hafenstadt; Besuch des Museums. 1 Ü in Latakia.
- 8. Tag
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Qal’at Marqab, Tartus, Amrit, Krak des Chevaliers
Aufstieg zur Kreuzritterburg Qal’at Marqab, aus dunklem Basalt auf einem erloschenen Vulkan am Meer errichtet. Weiter nach Tartus, einer Gründung der Phönizier, später Hauptquartier der Templer; die Kreuzfahrer-Kathedrale Notre Dame de Tortosa ist heute Museum. Im Ausgrabungsgelände der phönizischen Kultstätte Amrit Quellheiligtum und Nekropole mit Spindelgräbern. Die Festung Krak des Chevaliers, strategischer Stützpunkt des militanten Johanniter-Ordens, gilt als die besterhaltene Kreuzritterburg. 1 Ü am Krak des Chevaliers.
- 9. Tag
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Hosn Suleyman, Masyaf, Qasr Ibn Wardan, Hama
Rätselhaft ist Hosn Suleyman: Kultstätte von Baal und Astarte, aus seleukidischer Zeit der Tempel des Zeus, Jupitertempel der Römer. Weiter zur Burg Masyaf, Hauptsitz der islamischen Assassinen oder Ismaeliten; ihr Führer Raschid al-Din hielt als „Der Alte vom Berg“ Einzug in die Chroniken der Kreuzfahrer. Abstecher zum Qasr Ibn Wardan, Wüstenschloss aus Justinians Zeiten, mit Palast, Kirche und Stallungen. An Trulli-Dörfern vorbei geht es nach Hama am Orontes, berühmt für seine Norias, gigantische hölzerne Wasserräder, deren Schöpfwerk Stadt und Region mit Wasser versorgt. 1 Ü in Hama.
- 10. Tag
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Apameia, „Tote Städte“, Ebla
Die Seleukidenstadt Apameia mit ihrer säulengeschmückten Prachtstraße ist eine der schönsten Ruinenstädte Syriens. Im Museum in Ma’arrat Mosaiken mit Tier- und Natur-Szenen aus den „Toten Städten“ - Hunderte von aufgegebenen frühchristlich-byzantinischen Siedlungen des 5. Jh.s süd- und nordwestlich von Aleppo mit architektonischen Meisterwerken. In Al-Barah Pyramidengräber, Wohnhäuser, große Basilika; in Serdjilla Versammlungshaus für Männer, Thermenanlage, Nekropole. Die Anfänge von Ebla/ Tell Mardikh liegen im 3. Jtd.; später war es Zentrum einer bronzezeitlichen Großmacht, die ein 20.000 Keilschrifttafeln umfassendes Archiv hinterließ. 3 Ü in Aleppo.
- 11. Tag
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Trullidorf bei Djabul, Aleppo
Besuch des Dorfs Umm’Amud am Salzsee von Djabul; die lehmfarbenen „Bienenkorbhäuser“ ähneln apulischen Trulli-Häusern. Zurück nach Aleppo, eine der ältesten dauerhaft besiedelten Städte der Welt. Unser Streifzug durch den größten Basar des Vorderen Orients mit 10 km überdachten Ladenstraßen beginnt am Stadttor Bab Antakiye. Vom Suq al-Madina aus sind zahlreiche Moscheen, Karawansereien, Badehäuser und Koranschulen gut zu finden. Besuch der GTZ-Ausstellung, die die Erhaltungsprojekte der Altstadt, heute Weltkulturerbe, plastisch darstellen, eventuell möglich.
- 12. Tag
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Aleppo
Aufstieg zur imposanten, von den Seleukiden errichteten Zitadelle. Kaiser Julian Apostata betete hier zu seinen Göttern, Mameluken und Osmanen bauten die Festung zur zeitweisen Residenz aus. Im Nationalmuseum Funde aus Mari und Ugarit und den Tells der Umgebung. In der Altstadt Omayyaden-Moschee mit seldschukischem Minarett, Moschee Khosrawiye, Karawansereien Khan Al-Gumruk, Al-Wazir, Ash-Shona, As-Sabun mit reich gestalteter Fassade, Medrese al-Fardoz. Spaziergang durch das Armenierviertel mit christlichen Kirchen und Bürgerhäusern.
- 13. Tag
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Qalb Loze, Simeonskloster, Ain Dara, Cyrrhus
Besuch der Wallfahrtsbasilika Qalb Loze aus dem 5. Jh. Die Klosteranlage des Hl. Simeon mit Säulenbasiliken, Taufkirche und Pilgerherbergen war in byzantinischer Zeit ein viel besuchtes Pilgerziel; der Asket soll 30 Jahre auf einer Säule verbracht haben. Auf dem Tell von Ain Dara Reste eines hethitisch-aramäischen Ishtar-Heiligtums, am Eingang ein Basaltlöwe. Cyrrhus, eine Seleukiden-Gründung, wurde zum römischen Stützpunkt gegen die Parther. Fahrt über die Grenze, 2 Ü in Gaziantep.
- 14.Tag
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Gaziantep
Im Archäologischen Museum fantastische Funde des hellenistisch-römischen Zeugma; die kostbarsten Mosaikböden wurden im Jahr 2000 kurz vor Überflutung der Ruinenstadt durch die Stauwasser des Euphrat in einer spektakulären Notgrabung gerettet. Sehenswert auch die Sammlung späthethitischer Reliefblöcke. Aufstieg auf die Stadtfestung. In den Schmiede-Werkstätten des Altstadt-Basars kunstvolle Kupfer- und Messingarbeiten.
- 15. Tag
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Rückreise
Transfer zum Flughafen Gaziantep, Rückflug.