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Dr.Koch Reisen
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Nord-Zypern
Archäologie aus erster Hand

Zypern, die drittgrößte Mittelmeerinsel, liegt im Schnittpunkt von Europa, Vorderasien und Nordafrika. Die frühesten Spuren der Zivilisation in Zypern stammen aus dem Neolithikum und sind mehr als 10.000 Jahre alt. Eine erste Epoche der Hochblüte erlebte die Insel aufgrund reger Handelskontakte mit dem Nahen Osten, Ägypten und der Ägäisregion schon in der Bronzezeit, Zypern belieferte die mediterrane Welt mit Kupfer und Keramiken. Für das frühe Christentum war die Insel von besonderer Bedeutung: hier missionierten Paulus und Barnabas. Seit prähistorischen Zeiten bis heute führte Zyperns strategisch günstige Lage immer wieder zu machtpolitischen Auseinandersetzungen. Die Nordküste zählt zu den schönsten Landschaften Zyperns. Archäologische Stätten von der Steinzeit bis zur Antike, malerische Burgen auf steilen Felsen am Meer, venezianische Festungsanlagen, gotische Kathedralen, byzantinische Kirchen und Klöster, nicht zuletzt der idyllische Hafen von Girne – sie alle halten die Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Insel wach.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.590,00 €
Einzelzimmer1.740,00 €

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Termine
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 – 18 Personen
Reiseleitung
Lothar Herling
Anreise
Zubringer-Flüge ab allen deutschen Flughäfen 90,00 € Aufpreis. Ausländische Abflughäfen auf Anfrage gegen Aufpreis möglich.
Hinweise
- Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
- Der Verlauf der Reise kann sich je nach Öffnungszeiten der Museen möglicherweise verschieben.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 70,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

Wir empfehlen das Reisebuch "Zypern"
aus dem Michael Müller Verlag, 504 Seiten, zahlreiche Detailkarten
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Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug nach Ercan mit Zwischenstopp in der Türkei. 5 Ü in Girne

2. Tag

Buffavento, Bellapais

Fahrt in das Beşparmakgebirge (Pentadaktylos - „Fünffinger-Gebirge“). Steil ist der Aufstieg zur mittelalterlichen Burg von Buffavento auf einem Felsrücken mit fast senkrechten Wänden. Zurück zur Klosterruine Bellapais, weiter Blick über das Meer und die Küstenebene bis nach Girne. Die im 13. Jh. vor einer einzigartigen Kulisse von Bergen und Meer errichtete Abtei von Bellapais ist ein Meisterwerk gotischer Baukunst. Das Bergdorf Bellapais wurde in den 50er Jahren durch den englischen Schriftsteller Lawrence Durell berühmt, er sprach von der „atemberaubenden Harmonie des Klosters mit dem kleinen Ort“. Dorfbesuch, Einkehrmöglichkeit..

3. Tag

St. Hilarion, Girne/Kyrenia

Auf einem hohen Felskegel steht St. Hilarion, die am besten erhaltene Kreuzritterburg im Küstengebirge des Nordens. Als „Schloss der tausend Gemächer“ galt das von den Byzantinern an der Stelle eines Klosters errichtete Kastell – die einstige Pracht der Gemächer und Kirchen lässt sich noch erahnen. Weiter Blick über das Gebirge bis nach Girne. Den Eingang zum malerischen Hafenrund in Girne mit seinen alten Häusern und Tavernen bewacht eine mächtige Burg. Im Schiffswrackmuseum Besichtigung des ältesten erhaltenen Handelschiffs der Welt – es sank vor 2300 Jahren. Von den Zinnen des Kastells aus Blick über die Altstadt mit osmanischer Moschee, Bummeln auf der Hafenpromenade. Bei Zeit und Interesse noch Volkskundemuseum am Hafen und Ikonenmuseum.

4. Tag

Soli/Soloi, Vouní, Güzelyurt/Morphou

Fahrt entlang der Küste nach Westen über Lapta und Güzelyurt in die antike Kupferstadt Soli: römisches Theater, frühchristliche Basilika mit Tier-Mosaiken. Weiter zu den Palastruinen von Vouní auf einem Hügel über dem Meer. Zurück über Güzelyurt, Besuch des kleinen archäologischen Museums mit einer Statuette der Artemis von Ephesus und (bei genügend Zeit) der Klosterkirche des Hl. Mamas, die auf der Stelle eines Aphrodite-Tempels erbaut ist. Die Ikonostase ist ein Meisterwerk venezianischer Holzschnitzkunst. Der Eremit Mamas wird mit gezähmtem Löwen dargestellt, er ist der Schutzheilige der Tiere.

5. Tag

Lefkoşa/ Nicosia

Fahrt in die geteilte Inselhauptstadt. Rundgang durch die türkische Altstadt Lefkoşa: Venezianische Festungsmauer, Girne-Tor, Sophienkathedrale/ Selimiye-Moschee, Lapidarium, Bedesten und kleiner Obst- und Gemüse-Basar, Büyük Han, eine renovierte Karawanserei aus dem 16. Jh., Derviş-Paşa-Haus, restauriertes osmanisches Herrenhaus. Grenzübergang. Besuch des Archäologischen Nationalmuseums mit Fundstücken vom Neolithikum bis zur byzantinischen Epoche im griechischen Teil der Stadt. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören Ton-Modelle bronzezeitlicher Heiligtümer, die archaischen Terrakottafiguren des Heiligtums von Agía Irina und die Aphrodite von Soli.

6. Tag

Vrysi, Tatlısu, Kantara, Kap Andreas

Falls möglich, suchen wir den Fundort von Zwergflusspferden bei Karaoğlanoğlu auf. Fahrt entlang der malerischen Küste nach Osten auf die Karpaz-Halbinsel. Besuch der neolithischen Grabungen von Vrysi: eigenartige vor etwa 6000 Jahren in den Fels gehauene Grubenhäuser, die mit zentralem Stützpfeiler und Kegeldach rekonstruiert wurden. Die Anfänge der Siedlungen von Akanthou/Tatlısu lassen sich noch weitaus früher, in das ausgehende 9. Jahrtausend v. Chr. datieren. Besuch der imposanten fränkischen Burganlage Kantára. Im äußersten Osten ein weiterer neolithischer Fundort am Kap Andreas. Besuch des Andreas-Klosters. 1 Ü bei Dipkarpaz, Karpaz Arch Houses („Dorftourismus“).

7. Tag

Kraltepe, Panagia Theotokos, Enkomi

Besuch der Grabung des spätbronzezeitlichen Fürstensitzes Kraltepe bei Kaleburnu. Weiter entlang der Golden Beach (Bademöglichkeit), in Iskele/Trikomo Besuch der Kirche Panagía Theotókou mit Fresken des 12. Jhs. Besichtigung von Enkomi, das durch den Handel mit Kupfer im östlichen Mittelmeerraum reich wurde. Kupfer-Abbau, -Verarbeitung und -Transport verlangten nach Arbeitsteilung und einem hohen Organisationsgrad; so entwickelte sich Enkomi bereits im 2. Jtd. zu einer bedeutenden bronzezeitlichen Stadt. 3 Ü in Famagusta, Hotel am Meer.

8. Tag

Gazi Mağusa/Famagusta

Im Mittelalter war Famagusta die Handelsmetropole der Insel; die Überreste einstiger Macht und Pracht sind noch immer beeindruckend: venezianischer Festungsring mit 15 Bastionen, Hafenzitadelle mit Othelloturm, gotische Nikolaus-Kathedrale, jetzt Lala Mustafa Paşa Moschee, gotische Ritterordensruinen, griechisch-orthodoxe Kuppelkirchen, die heute allerdings meist einer anderen Nutzung zugeführt sind.

9. Tag

Barnabaskloster, Königsgräber, Salamís

Das Kloster wurde angeblich an der Stelle des Grabes des Hl. Barnabas, Missionar an der Seite des Apostels Paulus und Nationalheiliger Zyperns, errichtet. Reich bestückt ist das Archäologische Museum im Kloster mit Funden vom Neolithikum über die Bronzezeit bis in die fränkische Zeit; in der Kirche zahlreiche Ikonen. Die freigelegten Königsgräber sind Teil der einstigen Nekropole von Salamís. Direkt am Meer liegt die Ausgrabungsstätte des vor mehr als 3000 Jahren gegründeten Stadtkönigtums: römisches Theater, Gymnasium, Bäder, Marktplätze, Basiliken, Tempelreste und ein Forum. Bademöglichkeit, Restaurant am Eingang.

10. Tag

Zur freien Verfügung

Vom Hotel aus kommt man zu Fuß in die Innenstadt; von dort fahren Busse nach Girne oder Levkoşa.

11. Tag

Rückreise

Transfer zum Flughafen nach Ercan, Rückflug.

Kraltepe

Das Geheimnis des „Königshügels“

Seit langem weiß man von bronzezeitlichen Siedlungsspuren im Umfeld von Kaleburnu an der Spitze der Halbinsel Karpaz.Im Sommer 2004 wurde, ganz zufällig, auf einem nahen Hügel, den die Dorfbewohner Kral Tepesi („Königshügel“) nennen, ein „Schatz“ entdeckt. Es waren 26 Gegenstände aus Bronze, der größte je in Zypern getätigte Fund spätbronzezeitlicher Metallobjekte: Räuchergefäße, Kessel, Krüge, Schüsseln, eine Säge, Sicheln, eine Kanne mit Deckel und gedrechseltem Henkel, eine Kohlenschaufel mit kypro-minoischer Inschrift aus dem 13. bis 12. Jahrhundert v. Chr., der Zeit des Trojanischen Krieges. Vergleichbare Fundstücke kennt man nur aus der kanaanäischen Handelsmetropole Ugarit, aus Megiddo oder Akko. Die herrschenden Fürsten auf dem Kraltepe müssen also weit reichende Beziehungen zum Festland gehabt haben. Schon 2004 waren Archäologen auf Mauerreste gestoßen. Planmäßig gegraben wurde im Sommer 2005. Selbst bei zurückhaltender Deutung lässt sich schon ein Bild der Siedlung entwerfen. So könnte sie ausgesehen haben: Auf dem Hügel stand ein palastartiger Bau, vermutlich eine Produktions- und Lagerstätte für Öle und Parfüme, Textilien und Teppiche, vielleicht mit einem Heiligtum. Die kostbaren Produkte waren für überseeische Handelspartner bestimmt. Auf der oberen Terrasse lagen die Wohnquartiere der herrschenden Klasse, auf den unteren und in der Ebene die der anderen Bevölkerungsschichten. Die erarbeiteten den Überschuss, der die wirtschaftlichen und politischen Kontakte zu den Hochkulturen der Levante erst ermöglichte. In zeitgenössischen Dokumenten aus dem Ägypten der Pharaonen, dem Hethiter-Reich in Kleinasien und Ugarit an der syrischen Küste ist häufig von „Alasia“ auf Zypern die Rede. Wo aber lag Alasia? War es Enkomi? Darum streiten die Archäologen. Nun verlief eine der meist befahrenen Schiffahrts-Routen des Mittelmeeres an Karpaz vorbei, und vom Kraltepe aus war es nicht weit nach Ugarit, zum Festland. Noch spricht der Grabungsleiter selbst von „Spekulation“, aber: dass das rätselhafte Alasia am Kraltepe zu orten sei, „is as good a guess as any“.