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orni-de-004-09-10

Schwarzwald und Rheinauen
Bienenfresser und Tannenhäher

Ornithologie Deutschland: Steinkauz Auf unseren Exkursionen in den verschiedenen Höhenstufen des Nordschwarzwaldes bis auf eine Höhe von 900 m und in den Rheinauen am Oberrhein können wir einen Großteil der vielfältigen Vogelwelt Badens beobachten. Wir erkunden die Hochmoore „Wildsee“ und „Hohlohsee“ sowie eine der letzten Niedermoorflächen am Oberrhein, das Weingartner Moor.
Im Naturschutzgebiet Schliffkopf/Ruhestein im nördlichen Hochschwarzwald sind Tannenhäher, Ringdrossel, Dreizehenspecht, Rauhfuß- und Sperlingskauz und möglicherweise auch Zitronengirlitz zu finden. In den Wagbachniederungen, die zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Süddeutschlands zählen, sind mediterrane Arten wie Purpur- und Silberreiher, vielleicht sogar Blaukehlchen und Schwarzhalstaucher und auch die Beutelmeise zu beobachten.
Eine geologische Besonderheit auf unserer Exkursionsroute bieten die Quellaustritte, „Gießen“, im Naturschutzgebiet Taubergießen. Sie speisen eine der letzten, großen, naturnahen Auenlandschaften Deutschlands unterirdisch mit Wasser. Auch die zahlreichen Lehm- und Sandgruben der Region erweisen sich als ergiebige Beobachtungsgebiete. Wir treffen auf eine Bienenfresserkolonie und suchen nach Brachvogel, Schwarzkehlchen und Heidelerche. In der näheren Umgebung unserer mitten im Wald an einem Bach gelegenen Unterkunft kommen Wendehals, Rotrückenwürger, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Haubenmeise und Kolkrabe vor.
Preis pro Person
Doppelzimmer690,00 €
EZ-Zuschlag130,00 €
Weitere Reiseinfos
Reiseprogramm als PDF
Reiseberichte (8)
Termine
Sa., 26. Mai. 2012-Sa., 02. Jun. 2012Reise buchen
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
  • Alle Fahrten während der Reise
  • 7x Übernachtung im DZ/EZ mit Frühstück im ***Hotel
  • 1x Abendessen
  • Reiseleitung
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Dr. Nikolaus Koch
Anreise
Eigene An- und Abreise; Bahnanreise wird von DR. KOCH Reisen zu günstigen Tarifen vermittelt.
Hinweise
- Für ortsansässige Reiseteilnehmer besteht die Möglichkeit, nur an den Exkursionen teilzunehmen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


Ornithologie Deutschland: Rotkehlchen mit Kuckuck
1. Tag

Anreise, Exkursion in der Umgebung

Eigene Anreise und Bezug der Zimmer. Am Abend Exkursionsmöglichkeit um Malsch im Naturschutzgebiet Federbachbruch und in den Streuobstwiesen der Umgebung, wo u.a. Wendehals und Rotrückenwürger leben.

2. Tag

Nördlicher Hochschwarzwald – Naturschutzgebiet Schliffkopf/Ruhestein

Ausführliche Wanderung durch die Höhenstufen des Schwarzwaldes. Neben Tannenhäher, Haubenmeise und Ringdrossel ist möglicherweise auch der seltene Zitronengirlitz zu sehen. Sehr versteckt leben hier Auerhühner, sowie Sperlings- und Rauhfußkauz. An besonders feuchten und sonnigen Stellen wächst außerdem der fleischfressende Sonnentau. Eine Besonderheit stellen die „Grinden“ dar. Dies sind durch Beweidung offen gehaltene Grasflächen, die eine eigene Pflanzen- und Vogelwelt aufweisen. Ganz in der Nähe können wir den „Lothar-Pfad“ entlang gehen. Hier kann die sukzessive Entwicklung des Waldes nach einem Orkan nachvollzogen werden. Mittagsrast in einer Berghütte. Je nach Wetterlage Abendexkursion, um nach dem Rauhfußkauz Ausschau zu halten.

3. Tag

Nördlicher/Mittlerer Hochschwarzwald – Naturschutzgebiet Kaltenbronn

Fahrt zum Naturschutzgebiet Kaltenbronn. Eine Wanderung zu den in 900m Höhe gelegenen, am Ende der letzten Eiszeit entstandenen Hochmoorgebieten „Wildsee“ und „Hohlohsee“. Sie bietet uns einen tiefen Einblick in die unbeeinflusste Entwicklung der Hochmoor- und Moorrand-Ökosysteme. Das geringe Nährstoffangebot lässt hier nur relativ anspruchslose Gewächse zu. Somit ist auch die Vogelwelt etwas anders zusammengesetzt. Ein Aufstieg zum Hohlohturm bietet einen imposanten Panoramablick über den Nordschwarzwald. Sehr wahrscheinlich zu sehen sind Fichtenkreuzschnabel und Trauerschnäpper, eventuell auch Sperlingskauz.

4. Tag

Taubergießen

Fahrt nach Kappel-Grafenhausen. Das Naturschutzgebiet Taubergießen ist eine besonders große Rheinaue mit Quellaustritten (Gießen) des Rheins. Das Gebiet zeichnet sich durch besonders viele Wasserdurchläufe in dieser sehr flachen Aue aus. Sie werden unterirdisch durch die Gießen gespeist. Zu erwähnen sind Nachtigall, Pirol, Wasserralle, Fluss- und Trauerseeschwalbe, Eisvogel, Drosselrohrsänger, 6 Spechtarten, Schwarzmilan, Wespenbussard und Baumfalke. Mit 130 Brutpaaren kommt auch der Mittelspecht häufig vor. Auf der Rückfahrt Abstecher zu einer Bienenfresserkolonie.

5. Tag

Wagbachniederung

Fahrt nach Waghäusel zu den Wagbachniederungen, einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Süddeutschlands. Die Teiche im Norden der ehemaligen Zuckerfabrik bilden ein Eldorado für Limikolen, Reiher, Taucher, Enten, Gänse und Möwen. Purpurreiher, Blaukehlchen, Schwarzhalstaucher und eventuell Zwergdommel sind das Aushängeschild der Wagbachniederung. Aber auch Mittelmeer- und Lachmöwen, Schwarzkehlchen, Beutelmeise und etliche Röhrichtvögel wie z. B. Drossel- und Teichrohrsänger sind in den ausgedehnten Schilfgebieten zu Hause. Die Wagbachniederung ist vor allem in den Zugzeiten besonders interessant. Hier rasten Schwarzkopf- und Zwergmöwe, Seiden- und Nachtreiher, Kampfläufer, Alpen-, Zwerg- und Sichelstrandläufer, Sanderling, Grün- und Rotschenkel, Bekassine, Dunkler Wasserläufer, Sandregenpfeifer, Temminckstrandläufer und Großer Brachvogel.
Fahrt nach „Korsika“, einer kleinen Altrheininsel, auf der Napoleon während einer seiner Feldzüge sein Lager aufgeschlagen haben soll. Weiter zu den Lehmgruben Mechtersheim und an den Erlichsee, wo wir die Zwergrohrdommel zu erspähen hoffen.
Am Abend Exkursion in den Haardtwäldern bei Stutensee, um den dämmerungs- und nachtaktiven Ziegenmelker zu beobachten.

6. Tag

Rheinauen bei Rastatt – Münchhausen

Fahrt nach Plittersdorf (bei der Rheinfähre) und ausführliche Exkursion durch die Altrheinauen. Wir werden erfahren, wie sich der Rhein über die Jahrhunderte entwickelt hat, welchen Schutz die Auen benötigen und welche Bedeutung sie für den Menschen haben. Beutelmeise, Weidenmeise, Pirol und der in großer Dichte vorkommende Schwarzmilan sind hier besonders hervorzuheben. Bei einem Halt an der Staustufe Iffezheim, erkunden wir, welche Enten und Gänse anwesend sind. Weiterfahrt nach Münchhausen, das auf der französischen Seite des Rheins im Mündungsgebiet der Sauer liegt. Das Naturschutzgebiet „Delta de la Sauer“ beherbergt eine interessante und artenreiche Vogelwelt, u. a. eine Weißstorchkolonie.
Gegen Nachmittag Fahrt zu den Sandgruben Bruchhausen am Schießplatz, die eine reiche Heidevegetation mit Schwarzkehlchen und Heidelerche aufweisen. Hier ist im Jahr 2007 erstmals wieder der Wiedehopf gesehen worden.

7. Tag

Naturpark Stromberg-Heuchelberg – Weingartner Moor

Fahrt nach Maulbronn mit Besuch des berühmten Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert, Weltkulturerbe der UNESCO. Wanderung zum Aalkistensee und durch weitere Gebiete des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, der mit 33.000 Hektar zwar einer der kleineren Naturparks ist, aber dennoch viel Abwechslung und Artenreichtum bietet. Der Stromberg-Heuchelberg weist ein interessantes Zusammenspiel aus alten Wäldern, Weinanbau, artenreichen Wiesen und wunderschönen Tälern auf. Bei Untergrombach besuchen wir den Michaelsberg, der neben einer alten Kultstätte aus der Jungsteinzeit auch eine interessante Vegetation aufweist. Eine weitere geologische Besonderheit des Kraichgaus sind die senkrecht eingeschnittenen Hohlwege im Löß. Abschließend Fahrt zum Weingartner Moor, eine der letzten Flachmoorflächen am Oberrhein. Am Moorsee leben u. a. Kanadagänse und Rohrweihen, im Wald der Mittelspecht.

8. Tag

Malsch und Umgebung, Abreise

Vormittags Exkursion im Naturschutzgebiet um Malsch und in den Streuobstwiesen der Vorbergzone, wo Wendehals, Wasseramsel, Gebirgsstelze und andere ihr Zuhause haben. Danach eigene Heimreise.